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boden:ständig Obertheres: Erosionsminderung und Schutz vor Überflutung – was ist passiert?

Mehrartenzwischenfrucht zur Begrünung und Erosionsminimierung an der Feldkapelle östlich von Theres

Den Ort vor Sturzfluten und Schlamm schützen, die Regenverdaulichkeit der Böden verbessern und damit den Bodenabtrag auf den Feldern eindämmen, das sind die Ziele der Initiative boden:ständig.  Im Auftrag des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken hat die Bürogemeinschaft Döhler Agrar und Schmidt&Partner in den vergangenen zwei Jahren eine Bestandsaufnahme der Brennpunktflächen durchgeführt und darauf aufbauend ein Bodenschutz- und Wasserrückhaltekonzept für die Oberthereser Flur erstellt. Naturverträgliche Maßnahmen entlang des Rieden- und Eltengrabens sind die Maßnahmenschwerpunkte. Konkret vorgeschlagen werden Sedimentationsbecken, Dämme und Grabenaufweitungen. Hierdurch soll insbesondere bei Starkregenereignissen der Wasserabfluss aus der Landschaft verzögert und reduziert sowie fruchtbarer Ackerboden zurückgehalten werden. Das Maßnahmenkonzept wurde mit der Gemeinde und den Trägern öffentlicher Belange (Landratsamt, Wasserwirtschaftsamt) bei verschiedenen Ortsterminen abgestimmt. Dabei musste leider festgestellt werden, dass vor allem entlang des Riedengrabens genehmigungsrechtlich aufwändige Verfahren einer schnellen Umsetzung baulicher Maßnahmen im Wege stehen.

Ergänzend hat die Gemeinde eine Studie zum Sturzflutenrisikomanagement beauftragt, das von der Wasserwirtschaftsverwaltung bezuschusst wird. ?

Solange die Rückhaltemaßnahmen nicht umgesetzt sind, greift die zweite Säule der Initiative boden:ständig – die Erhöhung der Wasseraufnahmefähigkeit der landwirtschaftlich genutzten Böden. Den landwirtschaftlichen Beratern stehen hierfür eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung. So wurden in den letzten beiden Jahren, vermehrt aber in 2022, die Böden auf fehlende Inhaltsstoffe analysiert, Ausgleichskalkungen durchgeführt und die Bodenbearbeitung mehr in Richtung Mulchsaat ausgerichtet In den erosionsgefährdeten Lagen wurden Zwischenfrüchte und Untersaaten ausgesät.

Erste Wirkungen sind zu verzeichnen – die Bodenaggregate sind stabiler und die Böden haben den sehr hohen Septemberniederschlag sehr gut aufgenommen. Das ist eine gute, aber noch nicht ausreichende Grundlage für die kommenden Jahre. Die Hitzesommer machen die Arbeit leider nicht einfacher. So sind die im Juli durch eine Agrar-Drohne ausgesäten Untersaaten im Mais, die den Boden beschatten und erosionsstabil machen sollten, aufgrund der monatelangen Trockenheit nicht aufgegangen. Auf vielen Flächen wurden in diesem Herbst wieder Zwischenfrüchte zum Erosionsschutz ausgesät. In der Nähe der Feldkapelle kann eine Mehrartenzwischenfrucht besichtigt werden. Möchten Sie mehr Informationen? Schauen Sie mal bei www.boden-staendig.eu vorbei oder wenden Sie sich an DöhlerAgrar unter info@doehler-agrar.de.